[Erinnerungen (nicht) gespeichert]
Wohin ich auch komme, nahezu jeder hat ein Handy, besser gesagt ein Smartphone mit sich. Der Zweck dieses Gerätes geht ja bekanntlich weit über telefonieren und texten hinaus. Ein wohl jedem in irgendeiner Form einmal nützliches Feature ist die Fotofunktion. Auch ich benutze die Kamera fast täglich. So auch im letzten Urlaub. Hunderte Urlaubsfotos, Fotos von einem schönene Erlebnis, Erinnerungen. Und alles auf dieser winzigen Speicherkarte. Unglaublich eigentlich. Diese Speicherkarte war es auch, die ein paar Wochen nach dem Urlaub kaputt ging. Sie wurde unbrauchbar, war nicht mehr auszulesen. Und plötzlich war nichts mehr da. Meine Urlaubsfotos - weg, meine gespeicherten Dokumente - weg, meine Kontakte - weg. Eine Lehre hab ich dann doch daraus gezogen: Egal ob die Bilder weg sind oder nicht, das Geschehene wird dadurch ja nicht ungeschehen. Auch wenn ich es nicht auf der Speicherkarte abgelegt habe. Die Erinnerung muss in mir verankert sein und das geht besser, wenn ich hier und da mal das Smartphone Smartphone sein lasse, mich einfach hinsetze, den Moment genieße, die Menschen, mein Umfeld, den Blick schweifen lasse und die Eindrücke in meinem Herzen festbrennen lasse. Und das bringt mir mehr, als dieses hektische fotografieren.